41. Mumbai (Bombay)

1.11. Die letzte Station meiner Reise ist also tatsaechlich gekommen: Mumbai, oder, wie es auch viele Inder nachwievor nennen, Bombay. Und ich muss sagen: ein wuerdiger Abschluss! Wenn auch kein "indischer", denn mit dem Rest von Indien haben die Teile der Stadt, in denen man sich als Tourist bewegt, herzlich wenig zu tun. Britische Kolonialarchitektur, wo man hinschaut, saubere Strassen (fuer indische Verhaeltnisse), teure Kaufhaeuser mit "westlichen" Nobelmarken, schicke Restaurants, Frauen in Jeans und T-Shirts statt Saris, etc. etc. Dass Mumbai auch die Heimat der weltweit groessten Slums ist, sollte man sich zwischendurch auch hin und wieder in Erinnerung rufen. Wenn ihr eine Indien-Reise plant, kann ich euch jedenfalls Mumbai als erste Station nur empfehlen, ihr erspart euch damit den programmierten "Delhi-Schock".
Die Fotos zeigen einen Querschnitt durch den "kolonialen Wahnsinn" Mumbais. Und diesen findet man nicht etwa nur in einem kleinen Viertel, man kann wirklich stundenlang durch Strassen aus der Kolonialzeit flanieren. Die Briten wollten offensichtlich eine Mischung aus London, Oxford und Cambridge realisieren. Das riesige Gebaeude auf dem letzten Foto ist das beruehmte 1903 eroeffnete Taj Mahal Palace Hotel und wurde nicht von den Briten gebaut, sondern vom indischen Grossindustriellen J. N. Tata (Tata ist heute der groesste indische Konzern). Angeblich, nachdem ihm in einem Hotel in Europa der Zutritt verweigert worden war.
Fuer mich ist der Spass allerdings bald vorbei, Dienstag Frueh lande ich in Wien ...

P.S. 4.11.: Bin um 4.30 Uhr in Wien gelandet, freu mich, euch bald wiederzusehen!























40. Ellora jainistisch

31.10. Die 5 jainistischen Tempel sind bei weitem nicht so pompoes wie der hinduistische Kailasa-Tempel, aber im Detail sind sie kuenstlerisch auch sehr spannend. Im Gegensatz zum Buddhismus konnte sich der Jainismus in Indien auch halten, und in spaeteren Jahrhunderten entstanden einige der schoensten Tempel Indiens (siehe meinen Eintrag 33 "Ranakpur"). Zur Jain-Religion siehe Rubrik "Wikipedia" im Menue rechts.








39. Ellora hinduistisch

31.10. Entsprechend dieser lauten und dynamischen Religion geht es in den hinduistischen Tempeln bei weitem "dramatischer" zu als in den buddhistischen. Die Fotos stammen alle aus dem beruehmten Kailasa-Tempel (der Kailasa=Kailash ist ein heiliger Berg im Himalaya, im Hinduismus das Winterquartier von Shiva). Dieser Tempel ist der weltweit groesste monolithische Tempel, und dass es Menschen schaffen konnten, den gesamten Tempel aus einem einzigen Felsen zu meisseln, ist fuer mich ein Wunder. Zum Vergleich: der Tempel hat die doppelte Grundflaeche des Athener Parthenon und ist 1,5x so hoch! Fuer mich einer der absoluten Hoehepunkte dieser Reise! Und dass das Taj Mahal in Agra vor kurzem zu einem der neuen Weltwunder erklaert wurde, ist mir angesichts des Kailasa-Tempels wirklich unverstaendlich!